
Es gibt so Tage, da setzt man sich an den Rechner, eigentlich ist man motiviert, hatte auch eine vage Ahnung, was man schreiben möchte, doch dann geht gar nichts. Mir hilft da, mich warm zu schreiben. Was bedeutet das? Also in meinem Falle ist es so, es gibt zu jedem meiner Projekte ein Notizheft, darein wandern Gedanken, plötzliche Ideen und so weiter. Was aber auch hinein wandert, sind eine Art Briefe.

Auf die Idee bin ich gekommen, als ich paralell „Jenseits von Eden“ und Tagebuch eines Romans von John Steinbeck las. Steinbeck schrieb, während er an Jenseits von Eden arbeitete, auf einem seperaten Blatt persönliche Anmerkungen und Gedanken zu seinem Buch in Briefform an seinen amerikanischen Verleger und Freund Pascal Covici, bevor er mit der eigentlichen Arbeit begann. Da ich nun keinen Verleger habe, sind meine Aufzeichnungen an meine Enkelinnen gerichtet. Vielleicht haben sie Spaß dran, wenn sie meinen Nachlass sichten.
Übrigens: Wer „Jenseits von Eden“ noch nicht gelesen hat, es aber immer schon mal wollte, sollte sich unbedingt „Tagebuch eines Romans“ dazu besorgen und es paralell lesen. Es lohnt sich.